NDR Landesfunkhaus

Transparenz und Kommunikation – ganz im Sinne einer modernen Rundfunkanstalt – waren die Hauptanforderungen an eine Neugestaltung des NDR Landesfunkhauses Hannover. Dazu gehört, die Gebäudestruktur aufzunehmen und die räumliche Situation effektiv durch einen individuellen Innenausbau zu nutzen. So entstanden in den Redaktions- und Besprechungsräumen, im Foyer und anderen Kommunikationszonen sowie in der Garderobe eine Mischung aus Maßanfertigungen und Kollektionsmöbel von Markenherstellern wie dyes, comforto, Wilkhahn, Walter Knoll, lapalma oder Cascando.

Die Flurbereiche, auch Kombizonen genannt, sind großzügig gestaltet und dienen in Kombination mit Stehtischen der spontanen Kommunikation. Das Farbkonzept wie auch die Materialien sind durchgängig: Buche, Stahl, Aluminium und Glas schaffen ein modernes, dennoch behagliches Arbeitsklima. Der Sichtbeton ist stellenweise in Regenbogenfarben akzentuiert, welche durch die Sitzgruppen wieder aufgenommen und verstärkt werden. Der Boden nimmt zudem die Farbe des NDR-Logos wieder auf.

Eine “unsichtbare” Anforderung war, die für den NDR wichtige Technik, sprich EDV, Stromvorsorgung, Telefon, Licht, Steckdosen, diskret im Hintergrund zu belassen. Dafür wurden neben den Arbeitsplätzen statt üblicher Bodentanks sogenannte Elektranten (Säulen aus dem Boden zur Stromversorgung, EDV-Anbindung usw.) angebracht. In Kombinationen mit Druckertablar und CPU-Garage sowie einer vorziehbaren Tischplatte, um direkt von oben an die Kabel herankommen zu können, verschwindet die Technik im Hintergrund. Gleichzeitig wurde für Redakteure wie auch freie Journalisten ein flexibles Arbeitskonzept erstellt.

Durch Shuttle-Schränke auf Rollen hat jeder Mitarbeiter seine Arbeitsunterlagen an jedem Ort parat. Insgesamt wirkt die Einrichtung nicht technikverliebt, sie ist komplett modular aufgebaut, ist jederzeit erweiter- und veränderbar und orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen. Dies zeigt sich auch darin, dass keinerlei Kabelkanäle vor den Fensterfronten angebracht wurden, sondern durch den freien Zugang zu den Fenstern der offene, kommunikative Charakter des Hauses widergespiegelt wird.

Vor Beginn der Umsetzung wurde in den neuen Räumen ein Musterbüro zur Veranschaulichung und Abnahme des Konzeptes aufgebaut.